30 Minuten-SCHULWEG - MAXIMAL!

 

Rügen ist reich an Herausforderungen in der Bildung

Rügen ist die Insel der langen Wege und geringer Geburtenraten. Kommunale Mittel zur Daseinsvorsorge sind knapp, die öffentliche Hand überlastet. Folge ist eine immer schlechtere Erreichbarkeit von Bildungseinrichtungen für den Nachwuchs – ob Kindergarten, Hort, Schulen oder auch berufsbildender Einrichtungen. Während das Sozialgesetzbuch Vorgaben macht, welche Wegzeiten für eine Arbeitsaufnahme als zumutbar gelten, ist dies für Kinder nicht geregelt. Der Transport der Schüler wird dem Öffentlichen Nahverkehr „übergeholfen“ mit der Folge, dass auch jüngere Kinder selbst für kurze Strecken teils weit über eine Stunde Fahrzeit haben. Dies mindert die Bildungschancen von Kindern abseits der Zentren erheblich. Darüber hinaus ist dies in der Folge ein großes Hindernis für Unternehmen, die die Regionen über neue Arbeitsangebote wiederbeleben könnten. Ein Teufelskreis.

 

Chancengleichheit für Stadt und Land: Bildung muss erreichbar sein!

Wir als FDP Rügen fordern, dass jede Schulform auf der Insel für jeden Schüler innerhalb von 30 Minuten Fahrzeit zu erreichen ist – nur so sind in den Regionen abseits der Zentren attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen möglich. Dafür ist es zwingend erforderlich, ein integriertes Konzept von regionalen Schulstandorten und Schülertransport zu etablieren, welches verpflichtend maximale Wegzeiten in den Mittelpunkt stellt. Die Wirtschaftlichkeit einer öffentlichen Buslinie darf nicht ausschlaggebend sein, wenn es um die Zukunft unseres Nachwuchses und dieser Region geht!  Vielmehr sind auch privatwirtschaftliche Anbieter in die Planung des Schülertransportes einzubeziehen.