04.06.2015

Integration gelingt nur mit beruflicher Eingliederung und einem Umfeld ohne Berührungsängste


Kreisvorstandsmitglied und migrationspolitische Sprecherin der FDP Mecklenburg-Vorpommern, Karin Rogalska, fordert ein Umdenken bei der Eingliederung von Migrantinnen und Migranten in unserem Bundesland:


Das vereinte Europa ist nicht ohne Migration denkbar. Das Zusammenwachsen unseres Kontinents wie der Welt birgt für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern viele Chancen. Sie können sich auf vielfältige neue Art persönlich entfalten, insbesondere die eigene Karriere spannend fortschreiben, und als Unternehmer auf neuen Märkten mitmischen.

Stark gefordert sind sie, wenn es um Willkommenskultur und die stete Öffnung der Gesellschaft im eigenen hiesigen Alltag geht. Am augenscheinlichsten werden die Herausforderungen im Miteinander verschiedener Ethnien und Kulturen derzeit bei der Debatte über Flüchtlinge.
Integrationsprobleme, wenngleich abgeschwächter Natur, kann es aber auch geben, wenn schon innerhalb Deutschlands oder der EU Abschlüsse nicht anerkannt werden.

Integration steht und fällt mit der Eingliederung ins Berufsleben. Migranten wollen außerdem in Deutschland mit ihren Familien leben oder hier Familien gründen, zumal sie oft aus unsicheren Herkunftsländern stammen. 
Wir begrüßen ausdrücklich den niedersächsischen Vorstoß Menschen aus Erstaufnahmeeinrichtungen unbürokratisch in Arbeit zu vermitteln. Allerdings dürfen von solchen Initiativen nicht nur Menschen mit einer guten Aufenthaltsperspektive profitieren. Jeder, der nach Mecklenburg-Vorpommern kommt, muss selbst seinen Lebensunterhalt verdienen können. 

Das gilt nicht nur für Flüchtlinge. Mecklenburg-Vorpommern erkennt eine Reihe von Berufsabschlüssen nicht oder nicht vorbehaltlos an, die in anderen Bundesländern oder in der Europäischen Union erreicht wurden. Daher ist dringend zu klären, in welchem Maße sich Menschen von anderswo überhaupt in die Arbeitswelt von Mecklenburg-Vorpommern integrieren können und inwiefern wir so neue Erkenntnisse beispielsweise in der seit Jahren geführten Debatte über Auszubildenden- und Fachkräftemangel gewinnen.

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