FDP-KV Rügen -

Montag, 6. September 2010
09.07.2010

Kreisgebietsreform – FDP bleibt beim NEIN


Matthias Ewert
Zu der vom Landtag M-V am vergangenen Mittwoch beschlossenen Kreisgebietsreform erklärt der  stellvertretende Kreisvorsitzende, Matthias Ewert:

"Nun ist es doch so gekommen, die Kreisgebietsreform wurde beschlossen. Sicher mag es einige Vorteile geben, aber wiegt das die Tatsache auf, dass wir unsere Demokratie einschränken? Es ging uns keinesfalls nur darum unser KfZ-Nummernschild RÜG zu behalten. Wir Liberalen der Insel Rügen haben nie Zweifel daran gelassen, alles zu tun, um den Willen unserer Inselbevölkerung durchzusetzen. Dazu haben wir auf unserer Kreismitgliederversammlung einen entsprechenden Beschluss gefasst. Wir haben im Kreistag dafür gestimmt, gegen die Kreisgebietsreform zu klagen und wir haben stetig in der Öffentlichkeit um den Erhalt unseres Inselkreises geworben. Mehr kann man leider als Kommunalpolitiker auf diesem Weg nicht unternehmen."

Warum die Landtagsabgeordneten anderer Parteien gegen die Selbstständigkeit der Insel gestimmt haben, kann der Liberale nicht nachvollziehen. "Die Landtagsabgeordneten unseres Landkreises sind in ihren jeweiligen Wahlkreisen als Vertreter ihrer Wähler in den Landtag eingezogen. Ginge es nach dem Willen dieser Wähler, hätten sie sich ganz klar für den Erhalt unseres Inselkreises aussprechen müssen.", so Ewert.


Sollte die Kreisgebietsreform wirklich kommen, wäre in erster Linie die Ausübung eines Ehrenamtes stark eingeschränkt, so der der stellvertretende Kreisvorsitzende. "Für Berufstätige wird es u.a. aus Zeitgründen schwierig werden, ein Kreistagsmandat auszuüben. Wer wird dann wohl dem zukünftig neuen Kreistag mit Sitz in Stralsund angehören? Ich sehe hier eine klare Einschränkung meiner Rechte als mündiger Bürger ein Ehrenamt unter zumutbaren Bedingungenauszuüben. Zudem wird es zukünftig schwer die Inselinteressen durchzusetzen, denn nicht nur Rüganer werden in der Zukunft über unserer Insel entscheiden. Der neue Kreistag soll etwa 70 Abgeordnete haben. Gehen wir mal davon aus, wir stellen davon 24 Abgeordnete, müssten sich die Inselvertreter aller Parteien schon sehr einig sein, damit eine Mehrheit erreicht wird, um die Interessen unserer Insel durchzuboxen. In diesem Sinne bleibt nur zu hoffen, dass eine erneute Klage Erfolg hat und wir unseren Inselkreis erhalten können."

zurück | Zum Seitenanfang